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Lehmbau

Lehm ist ein seit Jahrtausenden bewährter Baustoff. Während des größten Teils seiner Geschichte baute der Mensch seine Behausung nach Regeln der Natur. Diese Weisheit hat sich über die Zeit weiterentwickelt. Stets wurde die Widerstandsfähigkeit, Hochwertigkeit und gesundheitliche Verträglichkeit von Lehm unter Beweis gestellt.

Es gibt ein Buch*, darin steht „… und er griff in die Erde, nahm einen Batzen Lehm und formte den Menschen“, so ist es nur naheliegend, uns mit dem zu umgeben aus dem wir sind.     *Altes Testament

Die Moschee von Djenné in Mali – Foto: Klaus Kien, Wikimedia Commons/GNU FDL

Als Menschen die ersten Siedlungen errichteten, war Lehm einer der wichtigsten Baustoffe. Aus ihm wurden ganze Städte gebaut. Bereits in den frühen Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten, Nordamerika, Schwarzafrika und China hat man ihn zu grandiosen Bauwerken verarbeitet – so etwa die ältesten Teile der Chinesischen Mauer.

 „Ich bin berufen, die Genossin der Engel zu sein, weil ich der lebendige Hauch bin, den Gott in den trockenen Lehm entsandte.“ Hildegard v. Bingen

Der Wunsch nach umweltschonendem Bauen und gesundem Wohnen hat zu einer Rückbesinnung auf diesen seit Jahrtausenden gebräuchlichen Stoff geführt.

Private Kapelle mit Stampflehm-Altar in Schönbühel bei Melk (NÖ)
Private Kapelle mit Stampflehm-Altar in Schönbühel bei Melk (NÖ)

Inzwischen wird auch bei uns wieder mit Lehm gebaut, denn Lehm ist anderen Baustoffen in vieler Hinsicht überlegen. Der Vorarlberger Lehmbaukünstler Martin Rauch ist einer jener Pioniere, die die seit Jahrtausenden bewährte Stampflehmtechnik mit neuen Perspektiven und Entwicklungen vorantreiben.

Das Bild unterhalb zeigt die Kapelle der Versöhnung in Berlin, ein ovaler Kirchenraum an der Berliner Mauer, von Martin Rauch im Jahr 1999 in Stampflehmbauweise errichtet wurde. Es ist seit mehr als 100 Jahren der erste öffentlich gebaute Lehmbau in Deutschland.

Foto: Immanuel Giel, Wikimedia Commons/GNU FDL

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